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Opbericht ist ein Projekt um Ärzten, Studenten und Patienten Standard-Operationsberichte zur Verfügung zu stellen.

Für interessierte Patienten ist es oft hilfreich, wenn sie detaillert nachlesen können, was bei einer bevorstehenden Operation gemacht wird, bzw. bei einer Operation gemacht wurde.

Für Ärzte, insbesondere für junge Assistenzärzte, kann es hilfreich sein, anhand von Standard-Operationsberichten ihre eigenen Operationsberichte zu erstellen bzw. zu vergleichen oder sich auf eine Operation vorzubereiten.

Auch für Medizin-Studenten ist dieses Projekt gedacht. Im klinischen Abschnitt während einer Chirurgie-Famulatur oder im chirurgischen Tertial des Praktischen Jahr (PJ) werden Medizin-Studenten zum Assistieren in den OP eingeteilt und sollten sich auf die Operation optimal vorbereiten. Hierfür ist es sehr hilfreich anhand von Standard-Operationsberichten aus dem realen Leben die Vorbereitung zu optimieren.

Einige Op-Berichte sind durch intraoperativen Bildern illustriert.

Um die Berichte lesen zu können, ist eine kostenlose Registrierung notwendig. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, liebe(r) Besucher(in), uns OP-Berichte zur Verfügung stellen würden. Registrierte Benutzer können Ihren Bericht direkt als neues Thema im entsprechenden Bereich eintragen.

Bei Fragen schicken Sie uns eine E-Mail.

Sie können hier auch Fragen zu anderen medizinischen Texten (z.B. Befunde, Arztbriefe, selbstverständlich auch zu OP-Berichten) stellen.

Orchipexie

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hipocrates
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Orchipexie

Beitrag von hipocrates » 09.05.2013, 16:39

Kleiner Unterbauchquerschnitt rechts. Darstellen und Spalten der Externusaponeurose in Faserrichtung. Lokalisierung und Absicheben des N.ileo-inguinalis. Mobilisierung eines kleinen, etwas konsistenzgeminderten Hodens. Durchtrennen des Tubernakulums zwischen 2 Klemmen nach Ligaturen. Unter Schonung der Spermatica-Gefäße Skelettieren des Funikels. Es findet sich ein sehr zarter offener Prozessus vaginalis peritonei, der nach Durchtrennen sämtlicher Kremasterfasern von den Spermatica-Gefäßen und dem Ductus separiert, bis zur Basis dargestellt und in Höhe des inneren Leistenrings basal umstochen wird. Abtragen des überstehenden Anteils. Ein präperitoneales Begleitlipom wird bis zur Basis dargestellt und in Höhe des inneren Leistenrings ebenfalls durch Umstechungsligatur abgetragen. Nach weiterer retroperitonealer Funiculyse lässt sich der Hoden nach Anlage eines kleinen scrotalen Hilfschnittes in das rechte Hemiscrotum verlagern. Elastische Fixation des Hodens hier durch knopflochartige Einengung der Tunica dartos mit atraumatischen Vicryl-Nähten in der Stärke 5x0. Schaffen einer subcutanen Tasche, in die der Hoden plaziert wird. Verschluss der Skrotalwunde durch atraumatische Allgöwer-Donatti Nähte in der Stärke 4x0. Rekonstruktion des Leistenkanals durch adaptierende Naht zwischen dem freien Rand des Musculus obliquus internus und dem unteren Drittel des Ligamentum inguinale. Fasciennaht, Sucutannaht. Kleben der Haut mit Histo-Acryl. Pflaster. Zur Verlängerung der postoperativen Analgesie vor Hautverschluss Infiltration des Gewebes mit Carbostesin 0,5%.

t.matze
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Re: Orchipexie

Beitrag von t.matze » 21.02.2017, 19:14

Ein paar Korrekturen kann ich mir nicht verkneifen, da dieser Eingriff bei uns regelmäßig durchgeführt wird ("bei" im Sinn von "durch", nicht "an")... :P :doc:

Die OP heißt "Orchidopexie", in Kombination mit der Mobilisation des Samenstrangs dann "Orchidofunikulolyse".
Kleiner Unterbauchquerschnitt rechts. Darstellen und Spalten der Externusaponeurose in Faserrichtung. Lokalisierung und Absicheben Abschieben des N.ileo-inguinalis. Mobilisierung eines kleinen, etwas konsistenzgeminderten Hodens. Durchtrennen des TGubernakulums zwischen 2 Klemmen nach Ligaturen. Unter Schonung der Spermatica-Gefäße Skelettieren des Funikels. Es findet sich ein sehr zarter offener Prozessus vaginalis peritonei, der nach Durchtrennen sämtlicher Kremasterfasern von den Spermatica-Gefäßen und dem Ductus separiert, bis zur Basis dargestellt und in Höhe des inneren Leistenrings basal umstochen wird. Abtragen des überstehenden Anteils. Ein präperitoneales Begleitlipom wird bis zur Basis dargestellt und in Höhe des inneren Leistenrings ebenfalls durch Umstechungsligatur abgetragen. Nach weiterer retroperitonealer Funiculolyse lässt sich der Hoden nach Anlage eines kleinen scrotalen Hilfschnittes in das rechte Hemiscrotum verlagern. Elastische Fixation des Hodens hier durch knopflochartige Einengung der Tunica dartos mit atraumatischen Vicryl-Nähten in der Stärke 5x0. (Stattdessen kann man auch die Tunica dartos schmal kreuzförmig inzidieren, "nach Shoemaker".) Schaffen einer subcutanen Tasche, in die der Hoden platziert wird. Verschluss der Skrotalwunde durch atraumatische Allgöwer-Donatti (entweder Allgöwer oder Donati, diese Nahttechniken lassen sich nicht kombinieren, weil Allgöwer eine Modifikation der Donati-Naht ist.) Nähte in der Stärke 4x0. Rekonstruktion des Leistenkanals durch adaptierende Naht zwischen dem freien Rand des Musculus obliquus internus und dem unteren Drittel des Ligamentum inguinale. Fasciennaht, Sucutannaht. Kleben der Haut mit Histo-Acryl. Pflaster. Zur Verlängerung der postoperativen Analgesie vor Hautverschluss Infiltration des Gewebes mit Carbostesin 0,5%.

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