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Opbericht ist ein Projekt um Ärzten, Studenten und Patienten Standard-Operationsberichte zur Verfügung zu stellen.

Für interessierte Patienten ist es oft hilfreich, wenn sie detaillert nachlesen können, was bei einer bevorstehenden Operation gemacht wird, bzw. bei einer Operation gemacht wurde.

Für Ärzte, insbesondere für junge Assistenzärzte, kann es hilfreich sein, anhand von Standard-Operationsberichten ihre eigenen Operationsberichte zu erstellen bzw. zu vergleichen oder sich auf eine Operation vorzubereiten.

Auch für Medizin-Studenten ist dieses Projekt gedacht. Im klinischen Abschnitt während einer Chirurgie-Famulatur oder im chirurgischen Tertial des Praktischen Jahr (PJ) werden Medizin-Studenten zum Assistieren in den OP eingeteilt und sollten sich auf die Operation optimal vorbereiten. Hierfür ist es sehr hilfreich anhand von Standard-Operationsberichten aus dem realen Leben die Vorbereitung zu optimieren.

Einige Op-Berichte sind durch intraoperativen Bildern illustriert.

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4-fach-Koronarrevaskularisation

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Fecher1
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4-fach-Koronarrevaskularisation

Beitrag von Fecher1 » 04.10.2010, 20:22

Diagnose: Koronare 3-Gefäßkrankheit

Therapie: 4-fach-Koronarrevaskularisation(LIMA-LAD, ACVB sequentiell auf RMS und Rd 1, ACVB auf RCA)

Der Patient befindet sich in Rückenlage und Intubationsnarkose. Mediane Sternotomie. Systemastische Heparinisierung. Entnahme der Transplantatvene simultan zur Haupt-Op minimal-invasiv von linkem und rechtem Ober- und Unterschenkel. Die Vene ist normal weit und nicht varikös verändert.

Präparation des linksseitigen Mammaria-Pedikels. Die Mammaria ist ein brauchbares Gefäß mit sehr gutem Blutfluß.

Perikard wird längs eröffnet. Das Herz ist vergrößert und kontrahiert leicht eingeschänkt. Kanülierung von rechtem Vorhof und Aorta ascendens. Perfusion in Normothermie, Aortenabklemmung, Induktion des kardioplegischen Herzstillstandes durch intermittierende antegrade warme Blutkardioplegie nach Calafiore.

Insgesamt stellen sich die Kranzarterien schwerst verkalkt dar. Im Bereich des RCX finden sich keine bypassierbaren Endäste(kleinlumig).

Revaskularisation des R. marginalis(Gefäßdurchmesser ca. 1,5 mm im Anastomosenbereich nicht verkaklt, End-zu-Seit-Anastomose des Venengraft mit 7-0 Prolene). Im weiteren Verlauf sequentielle Anastomose an den R. diagonalis(Gefäßdurchmesser ca. 1,5 mm, im Anastomosenbereich leicht verkalkt, Seit-zu-Seitanastomose des Venengraft mit 7-0 Prolene). Revaskularisation des RCA( Gefä0durchmesser ca. 1,5 mm, im Anastomosenbereich schwerst verkalkt, End-zu-Seitanastomose mit 7-0 Prolene).

Das Perikard wird linksseitig oberhalb des Nervus phrenicus geschlitzt, um einen einwandfreien Verlauf des Mammariapedikels zu erreichen.

Anastomosierung der Arteria thoracica interna sinistra(LIMA) an den medialen LAD(Gefäßdurchmesser ca. 1,5 mm, im Anastomosenbereich nicht verkalkt, End-zu-Seitanastomose mit 8-0 Prolene). Nach Freigabe der LIMA schlagartig Füllung der Blutgefäße an der Vorderwand.

Wiederfreigabe der Koronarzirkulation nach Aortenklemmzeit von xx Minuten[Wert nicht ablesbar aus Bericht, Fecher1]. Herz wird einmalig defibrilliert und verbleibt im stabilen SR.

An der partiell ausgeklemmten Aorta erfolgt die Anlage der proximalen Anastomosen in fortlaufender Nahttechnik mit 5-0 Prolene. Nach Entlüften der Bypassgrafts Freigabe des Blutstromes. Bypassgefäße liegen spannungsfrei und zeigen kräftige Pulsation. Nach ausreichender Reperfusion völlig komplikationslose Beendigung der extrakorporalen Zirkulation und Dekanülierung nach einer totalen HLM-Zeit von xx Minuten[Wert nicht ablesbar aus Bericht, Fecher1]. Aufnähen von ventrikulären Schrittmacherdrähten. Einlegen einer Mediastinaldrainage und einer Drainage in die linke Pleurahöhle.

Die Blutstillung gestaltet sich schwierig. Diffuse Blutungsneigung bei dualer Trombozytenaggregationshemmung. Erst nach FFP- und TK-Substitution befriedigende Blutstillung möglich.

Bei guter Bluttrockenheit Sternumverschluß mit Drahtcerclagen. Schichtweiser Wundverschluß mit Einzelknopf-Fasziennähten und Einzelknopf-Subkutannaht. Desinfektion. Fortlaufende, resorbierbare Intrakutannaht. Desinfektion. Steriler Wundverband.

Der Patient gelangt beatmet und unter niedriger Katecholamingabe auf die Intensivstation.

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