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Opbericht ist ein Projekt um Ärzten, Studenten und Patienten Standard-Operationsberichte zur Verfügung zu stellen.

Für interessierte Patienten ist es oft hilfreich, wenn sie detaillert nachlesen können, was bei einer bevorstehenden Operation gemacht wird, bzw. bei einer Operation gemacht wurde.

Für Ärzte, insbesondere für junge Assistenzärzte, kann es hilfreich sein, anhand von Standard-Operationsberichten ihre eigenen Operationsberichte zu erstellen bzw. zu vergleichen oder sich auf eine Operation vorzubereiten.

Auch für Medizin-Studenten ist dieses Projekt gedacht. Im klinischen Abschnitt während einer Chirurgie-Famulatur oder im chirurgischen Tertial des Praktischen Jahr (PJ) werden Medizin-Studenten zum Assistieren in den OP eingeteilt und sollten sich auf die Operation optimal vorbereiten. Hierfür ist es sehr hilfreich anhand von Standard-Operationsberichten aus dem realen Leben die Vorbereitung zu optimieren.

Einige Op-Berichte sind durch intraoperativen Bildern illustriert.

Um die Berichte lesen zu können, ist eine kostenlose Registrierung notwendig. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, liebe(r) Besucher(in), uns OP-Berichte zur Verfügung stellen würden. Registrierte Benutzer können Ihren Bericht direkt als neues Thema im entsprechenden Bereich eintragen.

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Ventrale Ausräumung Bandscheibenraum LWK 3/4

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hipocrates
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Ventrale Ausräumung Bandscheibenraum LWK 3/4

Beitrag von hipocrates » 17.09.2010, 15:44

OP-Diagnose:
Spondylodiszitis LWK 3/4

OP-Maßnahmen:
Ventrale Freilegung Bandscheibenraum LWK 3/4, Ausräumung, Abstrich, Sulmycin und Refobacin-Palacos-Einlage

Vorgeschichte:
Bei dem Patienten besteht nach konservativer Behandlung einer Spondylodiszitis LWK 3/4, die kernspintomographisch nachgewiesen ist, eine persistierende Entzündungs- und Schmerzproblematik. Doppel-Antibiotikatherapie über 2 Wochen. In Absprache mit dem Patienten und den Angehörigen wird die Indikation zur operativen Revision diskutiert und schließlich einvernehmlich gestellt. Auch über das Vorgehen mit ventraler Stabilisierung oder dorsaler Stabilisierung unter Ausräumung des Bandscheibenfaches wird ausführlich gesprochen und der Patient und die Angehörigen informiert.

OP-Verlauf:
Nach üblicher Rückenlage mit Fechterstellung beider Arme und Einbringen eines Bildwandlers für den seitlichen Strahlengang erfolgt die Flankenincision links. Es wird die Bauchdeckenmuskulatur schichtweise rektusscheidennahe durchtrennt. Der Peronealsack wird an einer kleinen Stelle eröffnet. Hier wird direkt eine Naht angelegt. Anschließend wird der Peronealsack stumpf zur Mitte gedrängt und dann mit dem Ileopsoas zur Mitte gedrängt und dann den Ileopsoas zur Wirbelsäule präpariert. Unter Bildwandlerkontrolle ist die Höhe L 3 / 4 eindeutig auszumachen. Es wird der Bandscheibenraum eröffnet. Es entleert sich unter Druck Flüssigkeit und Detritus. Es wird ein Abstrich entnommen. Die Indikation zur ventralen Revision und Ausräumung des Bandscheibenfaches wird ausdrücklich durch diesen Befund bestätigt. Es wird nun schrittweise das gesamte Bandscheibenfach ausgeräumt. Die Deckplatte von LWK 4 ist hierbei intakt. Arosionen und Einbruch in den LWK 3 über die Bodenplatte sind jedoch vorhanden. Hier wird mit dem scharfen Löffel und Spülung schrittweise das komplette entzündliche Gewebe entfernt und die Bandscheibenreste entfernt. Eine histologische Untersuchung der Gewebeanteile wird veranlasst. Aufgrund der erheblichen umgebenden Entzündungsreaktion der exophytären Anbauten wird die Indikation zur alleinigen Bandscheibenausräumung und Auffüllung mit Refobacin-Palacos ohne ventrale Instrumentation gestellt, auch wegen der erheblichen Entzündung des Bandscheibenfaches was die Problematik einer Implantatlagerinfektion in sich birgt. Die Indikation zu einer dorsalen Instrumentation wird gestellt. Nachdem das Bandscheibenfach ausgeräumt ist bis hin zur Hinterkante, was auch bilddokumentiert wird, wird Sulmycin in diesen Bereich zur Abdichtung des Spinalkanals eingebracht, danach Refobacin-Palacos mit der Applikationsspritze eingebracht und der ausgeräumte Bandscheibenraum einschließlich der Anteile des unteren Lendenwirbelkörpers Nr. 3 aufgefüllt. Es wird ausgiebig gespült bis zur vollständigen Aushärtung des Knochenzementes. Danach sorgfältige Kontrolle auf Bluttrockenheit. Redondrainageneinlage. Schichtweiser Wundverschluß mit fortlaufender Vicrylnaht der Stärke 1 und 0. Im Bereich der Bauchdecke subcutane Redon. Subcutannaht und Hautverschluß mit Metallklammern. Steriler Verband. Die Operation erfolgt unter perioperativer Antibiotikagabe, welche postoperativ fortgeführt wird und evtl. nach Abstrichergebnis anzupassen ist.

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