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Opbericht ist ein Projekt um Ärzten, Studenten und Patienten Standard-Operationsberichte zur Verfügung zu stellen.

Für interessierte Patienten ist es oft hilfreich, wenn sie detaillert nachlesen können, was bei einer bevorstehenden Operation gemacht wird, bzw. bei einer Operation gemacht wurde.

Für Ärzte, insbesondere für junge Assistenzärzte, kann es hilfreich sein, anhand von Standard-Operationsberichten ihre eigenen Operationsberichte zu erstellen bzw. zu vergleichen oder sich auf eine Operation vorzubereiten.

Auch für Medizin-Studenten ist dieses Projekt gedacht. Im klinischen Abschnitt während einer Chirurgie-Famulatur oder im chirurgischen Tertial des Praktischen Jahr (PJ) werden Medizin-Studenten zum Assistieren in den OP eingeteilt und sollten sich auf die Operation optimal vorbereiten. Hierfür ist es sehr hilfreich anhand von Standard-Operationsberichten aus dem realen Leben die Vorbereitung zu optimieren.

Einige Op-Berichte sind durch intraoperativen Bildern illustriert.

Um die Berichte lesen zu können, ist eine kostenlose Registrierung notwendig. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, liebe(r) Besucher(in), uns OP-Berichte zur Verfügung stellen würden. Registrierte Benutzer können Ihren Bericht direkt als neues Thema im entsprechenden Bereich eintragen.

Bei Fragen schicken Sie uns eine E-Mail.

Sie können hier auch Fragen zu anderen medizinischen Texten (z.B. Befunde, Arztbriefe, selbstverständlich auch zu OP-Berichten) stellen.

Schulter-TEP

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dr_salac
Beiträge: 3
Registriert: 22.02.2013, 11:30

Schulter-TEP

Beitrag von dr_salac » 22.02.2013, 12:06

Diagnose:
Primäre Omarthrose rechts

Therapie:
Implantation einer modularen zementierten Schulter-TEP rechts (Fa. Zimmer, Anatomical Shoulder, Glenoid Größe M, Schaft 9, Kopf 46/16)

Beachchair-Lagerung, Desinfektion, steriles Abdecken. Anteriorer deltoideopektoraler Zugang. Einge¬hen transdeltoidal knapp lateral der Vena cephalica. Durchtrennung der Subscapularissehne. Die Sehnen des Supraspinatus und Infraspinatus sind noch vorhanden, aber bereits ausgedünnt. Durch Außenrotation wird der Humeruskopf exponiert. Es bestätigt sich die ausgeprägte Omarthrose mit Knorpeldefekten. Resektion des Humeruskopfes. Einstellen des Glenoids mit den entsprechenden Hohmann-Haken und Retraktoren. Einbringen eines zentralen Führungsdrahtes. Nachresektion der Gelenkkapsel sowie des Labrums. Entknorpeln der Pfanne, anschließend entsprechendes Auffräsen. Mit dem Zielgerät werden die 4 Zapfenlöcher gebohrt. Überprüfung der korrekten Positionierung mit der Probepfanne. Nach Ausspülen wird die definitive Pfanne Größe M einzementiert. Nach Aushärten des Zementes erfolgt das schrittweise Aufraspeln des Humerusschaftes bis auf Größe 9. Überprüfung der korrekten Kopfgröße und der Höhe. Nun wird der exzentrisch mobile Kopf auf den Probeschaft gesetzt und in die rechte Position gebracht. Fixierung des korrekten Winkels, Entfernen des Kopfes und der Raspel. Endmontage des Schaftes mit den einzelnen Komponenten. Ausspülen der Mark¬raumhöhle, Einsetzen eines Zementstoppers und Einzementieren des Schaftes in der korrekten Rota¬tion. Nach Aushärten des Zementes wird das Gelenk reponiert, dabei zeigt sich eine sehr gute Be¬weglichkeit ohne Luxationsneigung. Spülung. Sorgfältige Blutstillung. Einlegen einer intraartikulären Redondrainage. Schichtweiser Wundverschluss mit adaptierender Muskelnaht, Subcutannaht und intracutaner Hautnaht. Steriler Verband. Ruhigstellung in einer Armschlinge.

Procedere:
Redon ex am 2. Tag, Fäden ex am 12. Tag. Beginn mit vorsichtiger passiver Physiotherapie und CPM-Schiene. Aktive Abduktion nach 2-3 Wochen erlaubt.

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